Die Buch-Tipps können auch als Blog unter http://c4-lesestoff.blogspot.com betrachtet werden.

Klassische Geologische Quadratmeile, Ilsenburg, Lerbach, Harzgerode und Drübeck

Fülle von Harzthemen in der August-Ausgabe der Heimatzeitschrift „Unser Harz“

Clausthal-Zellerfeld. Harz-Autor Dr. Edgar Presia aus Harzgerode im Zentrum des Unterharzes erinnert in seiner einleitenden Arbeit „Harzgeroder Heimatbund bewahrt Kulturgut des Künstlers und Bronzegießers Wilhelm Otto (1871 - 1943)“ vorab an Vergangenes dieses Raumes, Bergbau und Hüttenwesen sowie Handwerk, die durch den ‚Technischen Fortschritt‘ harte Wandlungen erfuhren. Der Harzgeroder Wilhelm Otto erlernte im nahen Mägdesprunger Eisenhüttenwerk die Gussherstellung und studierte dann in Berlin-Charlottenburg an der Kunstgewerbe- und Handwerksschule die Praxis des Bronzegusses. 1916 wurde er dort zum Professor ernannt. Viele seiner Kunstwerke sind durch Kriegseinwirkungen verloren gegangen. Die in England lebenden Nachkommen von Otto haben in diesem Jahr seinen erhaltenen Nachlass dem Kultur- und Heimatbund Harzgerode überlassen, der die reichhaltige Otto’sche Sammlung nunmehr der Öffentlichkeit im Schloss präsentiert.

Zum Titelbild des Heftes, einem interessanten geologischen Aufschluss im Naturschutzgebiet Butterberggelände bei Bad Harzburg, gehört die Untersuchung von Dr. Friedhart Knolle (Goslar) zur Frage, ob Goethe den Begriff „Klassische Quadratmeile der Geologie“ prägte und ob er ursprünglich auf den Harz gemünzt war. Ein interessanter Exkurs über Arbeiten und Ansichten von herausragenden Geologen wie A. G. Werner (Freiberg/Sa.), A. v. Humboldt oder W. v. Goethe. Doch nicht Goethe war es, der den Begriff „Klassische geologische Quadratmeile des Harzes“ für den Nordharz und den nördlichen Harzrand prägte, wie oft behauptet wird, sondern wohl Alexander von Humboldt. Jürgen Thielemann aus Hannover erinnert in seinem Bericht an seinen Vater Otto Thielemann aus Goslar, wo dieser Lehrer an der Realschule Hoher Weg war und darüber hinaus ein bekannter Urgeschichtsforscher, Heimatpfleger und Naturschützer mit
schriftstellerischer Begabung. In seinen vielen Veröffentlichungen beschäftigte er sich besonders mit der plattdeutschen Sprache, aber auch mit Flurnamen. Die UH-Ausgabe widmet sich in einem weiteren
Abschnitt dem Plattdeutschen: Plattdütsch varbindt. Werner Haberland aus Ilsenburg erzählt hierzu wieder seine kleinen Geschichten. Rainer Kutscher aus Lerbach widmet seinen Bericht der Geschichte von drei alten Häusern mit „Tritten“ an der Dorfstrasse. Leserbriefe zur Herkunft des Namens „Brocken“ und zur Verkehrssicherungspflicht mit Unterquerungen für die Wildkatze an der Harzhochstraße bei Königsrode und Nachrichten aus dem Nationalpark Harz zur Karausche, dem Fisch des Jahres 2010, und
zur Kunstausstellung „Natur – Mensch“ in Sankt Andreasberg runden das Leseangebot ab.

„Unser Harz“ ist über die Oberharzer Druckerei in Clausthal-Zellerfeld(Tel. 05323/2533, Fax 2534, Mail:fischerthielbar.clausthal@t-online.de)
zu beziehen: Einzelheft 2,10 € + Versandkosten, Abopreis (12 Hefte, 27 €, inkl. Mwst. u. Versand.

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fairkehr-Titelthema »Mythos Jobmotor Autoindustrie«

Schönrechnen mit System

Berlin, 20.08.10: Es ist ein moderner Mythos, den die Autolobby den Bundesbürgern eingeimpft hat: Jeder siebte Arbeitsplatz hänge, so die gängige Meinung, vom Pkw ab. Nachprüfbare Belege - Fehlanzeige. So unwidersprochen sich dieser Glaube in die deutsche Verkehrspolitik eingenistet hat, so falsch ist er auch. Was hinter den großen Zahlen der Autolobby steckt und wie der von ihr angetriebene gigantische Ölbedarf auch in Mitteleuropa die Natur zerstört, zeigt der ökologische Verkehrsclub VCD in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr.

*Der Mythos von jedem siebten Arbeitsplatz gründet in ein paar absurden Annahmen“, betont Michael Rothgang vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in der fairkehr. Dies zeigten auch die nackten Zahlen: Nur jeder 50. Beschäftigte arbeitet an der Herstellung von Fahrzeugteilen, werden Dienstleitungen mit einbezogen, ist jeder 26. Arbeitsplatz mit dem Auto verbunden. Selbst wenn alle weiteren Verflechtungen - etwa mit der Textilindustrie, die Sitzbezüge liefert - beachtet werden, sind es 2,9 Millionen Jobs. Demnach hätte jeder 14. Erwerbstätige etwas mit Pkw zu tun. Doch auch dies ist laut Rothgang zu hoch angesetzt. So würden hierzulande auch ohne eine deutsche Autoindustrie Pkw verkauft, repariert und betankt.

Geradezu widersinnig seien da die systematisch schöngerechneten Zahlen der Autobauer. Diese gingen zum einen bei der Zurechnung von Jobs äußerst großzügig vor. Zum anderen würden sie als Basis nicht die 40,2 Millionen Erwerbstätigen wählen, die auch Selbstständige und Beamte umfassen, sondern nur die 35,8 Millionen Arbeitnehmer. Verschwiegen werde auch, dass viele im Pkw-Sektor Beschäftige auf dem Arbeitsmarkt einer weniger autofixierten Gesellschaft ebenso benötigt werden würden. Nur so könne die Autolobby ihren falschen Mythos aufrecht erhalten.

Dabei zahlten Mensch und Umwelt für die blinde Konzentration auf den Autoverkehr einen hohen Preis, denn die bei Ölbohrungen in Kauf genommenen Risiken würden immer größer. Dass die Industrie diese nicht im Griff habe, zeige die Ölpest im Golf von Mexiko. Auch die Verschmutzung der Meere durch den alltäglichen Förderbetrieb werde häufig missachtet: Mehr als eine Million Tonnen ölverseuchtes Produktionswasser gelangen täglich in die Nordsee, Jahr für Jahr entweichen so tausende Tonnen Öl. Ganze Ölteppiche sieht der Greenpeace-Mitarbeiter und Biologe Christian Bussau bei regelmäßigen Kontrollflügen: *In der Nähe der Ölplattformen ist die biologische Aktivität stark erniedrigt, viele typische Tierarten fehlen vollständig“, so Bussau in der aktuellen fairkehr. Auf diese Weise belasten die Folgen der Ölförderung die Weltmeere sogar stärker als einzelne Katastrophen.

Wie Mobilität ökologisch und ökonomisch sinnvoll gestaltet werden kann, hat der VCD bereits 1998 errechnet. So wären im Verkehrssektor heute 30 Prozent weniger CO2 und 200 000 Arbeitsplätze mehr möglich, wenn das damals entworfene Szenario umgesetzt worden wäre: Mit teurerem Sprit, Investitionen in Bus und Bahn, einer massenhafte Verbreitung des Drei-Liter-Autos und der Kombination von Rad, Bahn und Pkw. Dazu gehöre auch ein durchdachtes Carsharing-Konzept. Die Idee des Autoteilens befindet sich im Aufwind, die Anbieter verzeichnen teils zweistellige Zuwachsraten - politischen Restriktionen zum Trotz. Denn seit Jahren blockiert das Bundeswirtschaftsministerium ein Gesetz für öffentliche Carsharing-Stellplätze. Aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit gegenüber herkömmlichen Autovermietern, sagt das Ministerium. Aufgrund fehlenden Verständnisses für den hohen Stellenwert des Autoteilens, sagen die Carsharing-Vertreter.

Alle Artikel zum Titelthema »Mythos Jobmotor Autoindustrie« lesen Sie in der Ausgabe 04/2010 der VCD-Mitgliederzeitschrift fairkehr, dem Magazin für Umwelt, Verkehr und Reisen. Interessierten senden wir ein Rezensionsexemplar gerne kostenfrei zu. Weitere Informationen auch unterwww.fairkehr-magazin.de.

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Kritisches Handbuch der Elektrizitätswirtschaft

Die Autoren zeichnen die Liberalisierung des Strommarktes, ihre Vorgeschichte und die Folgen für Verbraucher, Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen in der Elektrizitätswirtschaft nach. Sie zeigen, dass nach der Marktöffnung dringender Regulierungsbedarf besteht.



Bontrup, Heinz-J. / Marquardt, Ralf-M.
Kritisches Handbuch der deutschen Elektrizitätswirtschaft
Branchenentwicklung - Unternehmensstrategien - Arbeitsbeziehungen. Reihe: Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 112.
Berlin: edition sigma 2010, ISBN: 978-3-8360-8712-4. 475 Seiten, Preis: 29,90 EUR, im Buchhandel
Kurzbeschreibung
Die Liberalisierung der deutschen Elektrizitätswirtschaft zielte primär darauf, Produktivitätsreserven zu bergen. Zugleich wurde die Absicht verfolgt, in der Erzeugung Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie Nachhaltigkeits-Ziele zu berücksichtigen. Welche Ergebnisse hat die Umwälzung des Strommarkts tatsächlich erbracht? Dieses Handbuch zieht dazu eine überaus kritische Bilanz. Es zeichnet systematisch den politischen Entscheidungsprozess nach und verdeutlicht, wie sehr die Marktöffnung einer funktionierenden Regulierung bedarf. Die Autoren stellen umfassend dar, wie sich die Marktstrukturen hin zu einer oligopolistischen Versorgungslandschaft entwickelt und wie sich Preise, Investitionen, Erlöse und Beschäftigung verändert haben. In bisher einzigartiger Form reflektieren sie aber auch die Veränderungen in der Unternehmens- und Mitbestimmungskultur der Stromversorger. Abgerundet wird die Untersuchung durch einen Blick auf die Chancen und Risiken für die Stadtwerke. Mit seinem integrativen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Ansatz und seiner Fülle von Fakten und Daten ist das Handbuch eine unentbehrliche Informationsquelle für alle, die sich mit Energieversorgung wissenschaftlich, politisch oder praktisch befassen.

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Gentechnikfilz

Was der Film „Mit Gift und Genen“ über die Seilschaften zwischen Genehmigungsbehörden und Konzernen in den USA aufzeigt, ist in Europa und Deutschland nicht anders: „Die Politik ... ist umschlungen von einem fast undurchdringbaren Geflecht von Experten, Consulting-Firmen, Spezialagenturen, Arbeitsgruppen, Initiativen und den vielfältigen Aktivitäten ihrer Beamten, die gemeinsam mit der Industrie sowohl die Risikobewertung als auch die Risikokommunikation organisieren und dabei Politik und Öffentlichkeit zu ihrem Spielball machen.
Im Zentrum des Geflechts findet man dabei selten die großen Firmen selbst, sondern eher ,Spezialagenturen' mit exzellenten Kontakten zu Behörden, Politik, Medien und Konzernen. Sie arbeiten als Tarnkappenstrategen der Industrie, finanziert sowohl durch die öffentliche Hand als auch durch die Wirtschaft, sie haben Netzwerke, Seilschaften und Klüngelrunden auf allen relevanten Ebenen organisiert, die Institutionen der EU-Mitgliedsstaaten infiltriert und eine weitgehende Definitionsmacht errungen.“
So formulierten es Antje Lorch und Christoph Then in ihrer 2008 erschienenen Studie „Kontrolle oder Kollaboration?“ - über die deutsche Gentechnik! Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch das Umweltinstitut München und die AutorInnen des Readers „Organisierte Unverantwortlichkeit“.
http://www.gruenes-blatt.de/wiki/index.php/2009-01:Gentechfilz

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Publikation: Der Ball ist bunt

Fußball in Deutschland fasziniert mit ca. 80.000 Spielen pro Wochenende Menschen verschiedenster ethnischer und sozialer Herkunft; seien sie Spieler oder Fans, Männer oder Frauen, Mädchen oder Jungen. Sie alle haben den Fußball und sein Vereinsleben in Deutschland dadurch gründlich verändert. Inzwischen verkörpert der Fußball einen praktischen Kosmopolitismus, der jenseits von Ausgrenzungen, Rassismus und Geschlechterbarrieren gelebt werden kann. Die Publikation zeigt
die Gegenwart und Geschichte des Fußballs in Deutschland mit dem alten kosmopolitischen Traum von der Akzeptanz der Vielfalt und der gemeinsamen kulturellen Produktion in Verschiedenheit.

Blecking, Diethelm/Dembowski, Gerd (Hrsg.): Der Ball ist bunt. Fußball, Migration und die Vielfalt der Identitäten in Deutschland. 2010, 304 S., 24,90 Euro, ISBN 978-3-86099-614-0

Information und Bestellung online

http://www.brandes-apsel-verlag.de/cgibib/germinal_shop.exe/VOLL?session_id=762341&titel_id=38710&titel_nummer=38710&caller=brap&backpage=brap_topliste.html&verlag=83
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LobbyPlanet Berlin: 3. Auflage erschienen

Seit dem 28. Juni 2010 liefern wir unseren lobbykritischen Stadtführer wieder aus. Der Inhalt ist im Kern geblieben: Neben kleineren Korrekturen und ein paar grafischen Verbesserungen (Karikaturen, Bildbearbeitung etc.) besteht die größte Neuerung der dritten Auflage in dem sorgfältig angelegten Index.

Jetzt können sie Lobby-Republik Berlin von “Ackermann, Josef” bis “Zumpfort, Wolf-Dieter” nach Strippenziehern durchforsten, von “Astro-Turf” bis “Vergnügungsreisen” nach zweifelhaften Praktiken oder vom “Adlerkreis” bis zum “Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks” nach elitären Zirkeln und Interessenverbänden.

Der LobbyPlanet Berlin kann über folgende Seite bestellt werden: http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/schwerpunkte/lobbyplanet-berlin/bestellen/

Wer zum alten LobbyPlanet Berlin nur das Register möchte, findet das hier: http://www.lobbycontrol.de/download/LobbyPlanet-Berlin-Index.pdf

Wir empfehlen außerdem eine Teilnahme an den LobbyControl-Stadtführungen durch das Herz der Berliner Republik, die unser Team um Dietmar Jazbinsek regelmäßig anbietet. Die nächsten Stadtführungstermine finden Sie hier: http://www.lobbyplanet-berlin.de/#stadtfuehrungen


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Geld und Gewissen

Die Neuauflage (Mitte Mai 2010) des mit Publik Forum herausgegebenen Buchs mit Antje Schneeweiß als eine der HauptautorInnen geht auf die Ursachen der Finanzmarktkrise ein. Das Thema Geld wird aus der Perspektive der großen Weltreligionen beleuchtet und zum Schluss werden Alternativen zum derzeitigen Geldsystem aufgezeigt, darunter auch konkrete Hinweise zu Möglichkeiten sein Geld nachhaltig anzulegen. Das Buch kann bei SÜDWIND (http://www.suedwind-institut.de/sw-shop/shop-start.html) oder bei Publik-Forum bestellt werden (http://www.publik-forum.de/shop/default.asp?searchtext=2909).

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Ausbau fossiler Energietraeger trotz Klimawandel

n der Sommer-Ausgabe des gruenen blatts stehen Berichte und Reportagen zum Ausbau fossiler Energietraeger im Kontext des Klimawandels. Ein zweiter Schwerpunkt ist der Widerstand gegen gentechnische Freisetzungen in Deutschland. Abgerundet wird die Ausgabe mit Informationen ueber aktuelle Geschehnisse in der Atompolitik, den geplanten Bau der europaweit groessten Ferkelzuchtanlage in Mecklenburg-Vorpommern und Repressionen gegen internationale AktivistInnen.

Auf ueber vierzig Seiten informiert das "gruene blatt - Zeitung fuer Umweltschutz von unten" ueber aktuelle politische Themen, Debatten und Diskurse in der oekologischen und anderen sozialen Bewegungen und liefert Hintergrundberichte zu ausgewaehlten Themen. Das Magazin wird von AktivistInnen inhaltlich erarbeitet und layoutet. Basis dieses Modellprojekts fuer gleichberechtigt organisierte offene Medien ist ein offenes Wiki im Internet, auf dem alle BesucherInnen gleichberechtigt Artikel veroeffentlichen koennen. Begleitend zur Produktion des gruenen blatts werden Debatten und Aushandlungen gefuehrt, um Wege und Methoden zu finden, um ein moeglichst emanzipatorisch organisiertes Medium entwickeln zu koennen.

Ein Hintergrundartikel befasst sich mit dem geplanten Chuitna Kohletagebau in Alaska, das mitten in einen Lachsstrom errichtet werden soll und unberuehrte wertvolle Feuchtgebiete und Boreale Waelder vernichten wird. Entgegen dem Widerstand der BewohnerInnen am Cook Inlet, einer gewaltigen Bucht, an der auch Anchorage, die groesste Stadt Alaskas liegt, versucht das Kohleunternehmen PacRim aus Delaware den groessten Tagebau der USA voranzutreiben. Neben der direkten Zerstoerung wertvoller Oekosysteme sind auch die indirekten Auswirkungen von Bedeutung. Die Foerderung von Kohle in grossem Stil wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vielzahl weiterer Kohleverarbeitender Industrien auf den Plan locken, die noch mehr Emmissionen freisetzen und die Etablierung weiterer Teile der Kohleindustrie bestaerken wird.

Im Themenbereich Gentechnik behandelt ein Report die Seilschaften der deutschen Genlobby. Es geht hier um die Verstrickung von Firmen, Aufsichtsbehoerden und gesellschaftlichen Kraeften. Angesprochen werden auch die Rechtsbrueche, mit denen versucht wird die Gentechnik in der deutschen Landwirtschaft zunaechst freizusetzen und schliesslich zu etablieren. Einige Prestigeprojekte der gentechnikfreundlichen Forschung und Marketing werden vorgestellt und verdeutlicht, wie die verschiedenen Institutionen miteinander verwoben sind.

Etwa viermal pro Jahr erscheint das gruene blatt. Alle Ausgaben koennen auch online unter http://gruenes-blatt.de gelesen werden. Herausgegeben wird das Magazin vom SeitenHieb Verlag in Reiskirchen. Aeltere Ausgaben koennen gegen Portokosten bei der Redaktion gruenes blatt, PF 320119, D-39040 Magdeburg bestellt werden. Das Abonnement kostet pro vier Ausgaben 15 EUR.

gruenes blatt - Zeitschrift fuer Umweltschutz von unten
Postfach 32 01 19, D-39040 Magdeburg

Telefon: +49 391-7272657 | mail@gruenes-blatt.de
http://gruenes-blatt.de


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Harzer Rotvieh, Wurmbergschanze, Chausseebau und der Wolf im Harz

Clausthal-Zellerfeld. Das Editorial der neuen Unser-Harz-Ausgabe von Friedemann Schwarz aus Hohegeiß widmet sich einer Harzsage aus den 60er Jahren: „Die Wurmbergschanze und die Zonengrenze“, worin der Schanzenauslauf durch die damalige innerdeutsche Grenze behindert gewesen sein sollte. Wie gesagt, nur eine unbegründete Erzählung.

Der 2. Teil der verdienstvollen Geschichte von Friedrich Pieper aus St. Andreasberg um das vom Aussterben bedrohte Harzer Rotvieh folgt in dieser Ausgabe dem Januarheft. Hier geht es im Kern um den tatkräftigen Bauern Wolfgang Beuse aus Wildemann und den „Verein zur Erhaltung der Harzkuh und Harzziege e. V.“, eine Harzer Erfolgsgeschichte der letzten Jahre, die gleichzeitig eine Würdigung des alten Harzer Hirtenberufes darstellt.

Im Mundartgedicht „Faule Gretl“ heißt es dazu: „… wo kenntes Schenneres jehm, als wie von dn latzn bis zu dn ärschtn Schnee, änn jansn Summer lank Tohk for Tohk bein Harrjott Gast ze sän. Un dodrim wär der Kuhhert trutzdann ze benähdn.“

Günter Gebhardt aus Hannover hat wieder in den hannoverschen Archiven geforscht und liefert den Aufsatz: Über den Bau der ersten Chausseen im Westharz 1820 – 1870. Das damalige Wegebauwesen wird beleuchtet, welches Wegebaumaterial wurde verwendet und die Bauausführung einzelner Chausseen vorgestellt. Die Schotterverdichtung mit Dampfwalzen erfolgte erst ab 1865. Bemerkenswert ist auch der „Auszug aus den Straf-Bestimmungen zur Weggeld-Hebung, den Gebrauch der Chausseen und der Wege-Polizei“ aus 1834.

Der Lerbach-Chronist Rainer Kutscher setzt die Reihe der alten Häusernamen des Bergdorfes fort: „Auf der Halle“ wohnt man auf historischer Eisensteinhalde. Ein autobiographischer Bericht „Miene Muttersprake Plattdütsch“ widmet Dr. H.-J. Lorenz aus Magdeburg dem ostfälischen Platt, anschließend gefolgt von einer weiteren Serie von „Jeschichten uter DDR“ von Werner Haberland aus Ilsenburg. Das Nationalpark-Forum stellt den Harz und seine Vorlande als ein altes Wolfsgebiet vor – sie kommen wohl wieder und niemand muss vor ihnen Angst haben.

Diese UH-Ausgabe dürfte wieder den an Heimatgeschichte besonders interessierten Harzer Bildungsstätten reichlich Lesestoff bieten!

„Unser Harz“ ist über die Oberharzer Druckerei in Clausthal-Zellerfeld zu beziehen: Einzelheft 2,10 € + Versandkosten, Abopreis (12 Hefte) 27,00 € inkl. Mwst. u. Vkst.

Herausgeber: Herbert Aly für die Oberharzer Druckerei Clausthal-Zellerfeld,  Telefon 05323/2533, Fax 2534, eMail: fischerthielbar.clausthal@t-online.de
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DGB-Tipps für prekäre Selbstständige

Der DGB hat eine Broschüre herausgebracht, die insbesondere schlecht verdienenden Solo-Selbstständigen helfen soll, ihre finanzielle Situation und sozialrechtliche Stellung zu klären. Mit den "Tipps für Selbstständige – Soziale Sicherung und wenn das Geld nicht reicht", geht der Dachverband der Gewerkschaften intensiv auf diese Zielgruppe ein und will "deutlich machen, dass es keine gespaltene Interessenvertretung von Solo-Selbstständigen und abhängig Beschäftigten geben darf".

Die Vorstellung, dass Selbstständige finanziell stark und deswegen nicht auf den Rückhalt einer Solidargemeinschaft angewiesen seien, entspreche immer weniger der Wirklichkeit, stellte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zur Präsentation der Broschüre fest. "Die Solo-Selbstständigen verfügen häufig über wenig Betriebskapital, haben eine geringe Marktmacht und keine geschützten Strukturen, wie es zum Beispiel bei den 'klassischen' freien Berufen." Immer mehr Selbstständige seien auf Hartz IV-Leistungen angewiesen und viele von Altersarmut bedroht, betonte Buntenbach. Die Lage der rund 2,3 Mio. Solo-Selbstständigen sei "zum Teil sehr prekär".

Unzureichend ist nach DGB-Angaben neben der Einkommenssituation häufig auch die soziale Sicherung. Daher forderten die Gewerkschaften, dass Auftraggeber verpflichtet werden, sich an der Finanzierung der sozialen Sicherung von Solo-Selbstständigen zu beteiligen. Hier bringt Buntenbach als Beispiel eine Auftraggeberabgabe ins Spiel, die auch ver.di schon länger fordert.

Die von den mediafon-Beratern Erwin Denzler und Kurt Nikolaus verfasste Broschüre "Tipps für Selbstständige – Soziale Sicherung und wenn das Geld nicht reicht" ist als Einzelheft für 1,- Euro zzgl. Versandkosten über das DGB-Bestellsystem zu beziehen. Ab dem 21ten Exemplar kosten die Tipps nur noch 60 Cent pro Stück.
http://www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4b82b63e3b7c0&akt=news_allgemein
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